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Der Klimawandel und seine Folgen für die Wirtschaft

Klimawandel in Deutschland und Bayern

Erste Auswirkungen des Klimawandels sind auch Deutschland bereits spürbar: Innerhalb der letzten 100 Jahre hat sich der lineare Trend der Lufttemperatur alle 10 Jahre um 0,1 °C erhöht. Betrachtet man den Zeitraum der letzten 50 Jahre, so hat der lineare Trend innerhalb dieser Zeitspanne alle 10 Jahre sogar um 0,3 °C zugenommen. Die Zahl der heißen Tage mit einer Höchsttemperatur von mehr als 30 °C ist von ca. drei Tagen in 1950 auf ca. acht heiße Tage in 2010 angestiegen. Auch die mittlere Niederschlagsmenge im Winter sowie die Anzahl der Trockentage im Sommer haben in den letzten 50 Jahren kontinuierlich zugenommen.

Für das Jahr 2050 wird prognostiziert, dass die Jahresmitteltemperaturen in Deutschland gegenüber dem Kontrollzeitraum von 1971 bis 2000 um 1 bis 3,5 °C ansteigen. Bis 2100 wird mit einem Anstieg der Jahresmitteltemperaturen um 1,5 bis 5 °C gerechnet. Insgesamt wird die Hitzebelastung zu- und die Kältebelastung abnehmen. Die Sommer werden immer trockener, die Winter dagegen feuchter. Darüber hinaus werden zukünftig auch Extremereignisse wie Stürme, Hitzewellen und Starkniederschläge und damit verbunden Hochwasserereignisse deutlich häufiger auftreten – anstatt einmal in 100 Jahren beispielsweise zehnmal in 100 Jahren.

Die Trends und Prognosen für Deutschland gelten gleichermaßen für Bayern. Zudem lässt sich in den bayerischen Alpen bereits ein starker Rückgang der Gletscher beobachten.

Weiterführende Informationen zum Klimawandel in Deutschland können Sie den Studien und Publikationen zu Klimawandel und Klimafolgen in unserem Downloadbereich sowie der Präsentation von Herrn Schreiber vom Deutschen Wetterdienst auf unserer Konferenz "Klimaanpassung in der Wirtschaft" entnehmen.

Download Präsentation Klaus-Jürgen Schreiber, Deutscher Wetterdienst

Folgen des Klimawandels für die Wirtschaft

Der Klimawandel wird nicht nur Mensch und Umwelt, sondern auch die Wirtschaft vor große Herausforderungen stellen.

Grundsätzlich können sich Klimaänderungen sowohl direkt (z.B. durch Starkregenereignisse, Stürme und Hagel) als auch indirekt (z.B. steigende Energiekosten oder die Verpflichtung zur Teilnahme am Emissionshandel) auf Unternehmen auswirken.

In Industrie und produzierendem Gewerbe, die auf eine funktionierende Energie-, Wasser- und Verkehrsinfrastruktur angewiesen sind, kann eine Häufung extremer Naturgefahren beispielsweise zu Produktionsverlusten oder gar -ausfällen führen. Für die Energiewirtschaft kann aufgrund der erhöhten Stromnachfrage für Kühlprozesse in sommerlichen Hitzeperioden bei höheren Temperaturen und geringeren Niederschlägen ein Mangel an Kühlwasser für thermische Kraftwerke entstehen. Im Bereich Logistik und Verkehr können extreme Witterungslagen und Naturgefahren sowohl die Verkehrsinfrastruktur (Straßen, Bahntrassen, Brücken, Tunnel etc.) als auch den Verkehrsfluss negativ beeinflussen.

Für Unternehmen ist es daher wichtig, sich mit den konkreten Auswirkungen des Klimawandels auseinanderzusetzen und im Falle einer Betroffenheit eine Strategie zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu entwickeln. Hierfür müssen gezielte Maßnahmen erarbeitet werden, die mit dem Klimawandel verbundene Risiken abwenden und langfristig die Wirtschaftskraft des Unternehmens stärken. Gleichzeitig können sich durch die Anpassung von Produkten, Unternehmensprozessen und Standorten neue Business-Chancen ergeben.

Weiterführende Informationen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Wirtschaft und Klimaanpassungsmöglichkeiten für Unternehmen können Sie den Studien und Publikationen zur Klimaanpassung in der Wirtschaft in unserem Downloadbereich entnehmen.

 

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