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Auf Basis des Klima- und Energiepakets der EU sollen die Treibhausgasemissionen bis 2020 auf 20 % unterhalb des Niveaus von 1990 gesenkt und der Anteil erneuerbarer Energiequellen - ebenfalls bis 2020 - auf 20 % erhöht werden. Zudem soll die Energieeffizienz EU-weit im selben Zeitraum um 20 % gesteigert werden.

Der UN-Anpassungsfonds (UN-AF) wurde durch das Kyoto-Protokoll ins Leben gerufen. Er zielt daraufhin ab, alle Entwicklungsländer, die besonders anfällig für die negativen Auswirkungen des Klimawandels sind, bei der Finanzierung von konkreten Projekten und Programmen zur Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen.

Vom Menschen verursachten Beitrag zum natürlichen Klimawandel, d.h. direkter oder indirekter Einfluss des Menschen auf das Klima, bspw. über Emission von Treibhausgasen.

Die während der Klimakonferenz auf Bali verabschiedete Roadmap enthält eine Beschreibung der nächsten Verhandlungen und des Fahrplans für weiterführende Klimaverhandlungen. Die Roadmap definiert u.a. vier Handlungsbereiche für das zukünftige Klimaregime: Senkung der Treibhausgasemissionen, Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels, Entwicklungszusammenarbeit und Technologietransfer sowie Finanzierung.

Bayerische Klima-Anpassungsstrategie. Strategischer Ansatz innerhalb des Klimaprogramms Bayern 2020 mit einer Zusammenstellung und Verdeutlichung von Maßnahmen zur Anpassung an die unvermeidbaren Folgen des Klimawandels sowie Handlungsoptionen für staatliche und nichtstaatliche Bereiche in Bayern.

Conference of the Parties, Vertragsstaatenkonferenz: Konferenz der Vertragsstaaten des Kyoto-Protokolls, die im Rahmen der Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention stattfindet.

(DAS). Die DAS schafft einen Rahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels in Deutschland und wurde 2008 durch das Bundeskabinett beschlossen. Sie stellt vorrangig den Beitrag des Bundes dar und bietet auf diese Weise eine Orientierung für andere Akteure. In den einzelnen Ländern sollen darauf aufbauend gemeinsam mit anderen gesellschaftlichen Gruppen die Risiken des Klimawandels bewertet, der mögliche Handlungsbedarf benannt, die entsprechenden Ziele definiert sowie mögliche Anpassungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt werden.

Freisetzung von Treibhausgasen oder deren Vorläufersubstanzen in die Atmosphäre über einem bestimmten Gebiet und in einem bestimmten Zeitraum (Definition nach dem Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen).

Strategisches energiepolitisches Konzept für den Freistaat Bayern mit dem Ziel, den Umbau der Energieversorgung hin zu einem weitgehend auf erneuerbare Energien gestützten, mit möglichst wenigen CO2-Emissionen verbundenen Versorgungssystem ohne Kernenergie zu beschleunigen. Zentrale Punkte der zukunftsgerechten Energiepolitik sind das konsequente Energiesparen, die Steigerung der Energieeffizienz sowie der kontinuierlichen Ausbau erneuerbarer Energien.

Verhältnis zwischen dem Ergebnis von Produkten, Dienstleistungen oder Tätigkeiten zu der eingesetzten Energie.

Maßnahmen zur Steigerung der Energieffizienz.

Gesamtheit aller Energiequellen zur Deckung der Energiebedarfe innerhalb eines bestimmten Kontextes (ähnlich „Energiemix“).

Die Energieproduktivität ist ein Maß dafür, wie viel Euro wirtschaftlicher Leistung je eingesetzter Einheit Primärenergie (also Kohle, Öl oder Gas) erzeugt werden. Höhere Energieproduktivität durch intelligentere und damit effizientere Nutzung von Energie bedeutet weniger Energieverbrauch und weniger Treibhausgas-Ausstoß.

Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien genannt, sind Energiequellen, die nach menschlichen Zeitmaßstäben unendlich lange zur Verfügung stehen (Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie).

Das Europäische Programm zur Klimaänderung (ECCP) wurde im Jahr 2000 von der Europäischen Union ins Leben gerufen. Ziel ist, allen Interessengruppen die Möglichkeit zur Teilnahme an den Vorarbeiten für politische Konzepte und Maßnahmen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen zu bieten.

Gleichstellung der zukünftigen Generationen mit der heutigen hinsichtlich deren Bedürfnisbefriedigung.

Das INC wurde von der UN-Vollversammlung im Dezember 1990 eingerichtet, um den Text „angemessener Vereinbarungen“ zum Problemfeld „Klimaänderungen“ auf der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (so genannter „Erdgipfel“ in Rio de Janeiro 1992) vorzubereiten.

Intergovernmental Panel on Climate Change: Eine Beratungsorganisation zusammengesetzt aus führenden Wissenschaftlern, die die Regierungen der Vertragsstaaten des UNFCCC bei der Klimapolitik beraten sollen. Siehe auch Weltklimarat.

Bestrebungen, Initiativen und Maßnahmen, welche die Empfindlichkeit ökologischer, sozialer und/oder ökonomischer Systeme gegenüber tatsächlichen oder erwarteten Auswirkungen des Klimawandels langfristig verringern sollen.

Gesamtheit der Prozesse zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Mit dem „Klimaprogramm Bayern 2020“ sollen die Anstrengungen auf internationaler und nationaler Ebene (Energie- und Klimaprogramm der Bundesregierung sowie Umsetzungsgesetze, nationales Klimaschutzprogramm) gezielt ergänzt und verstärkt werden, um dem Klimawandel und seinen Folgen noch wirksamer vorzubeugen.

Mögliche zukünftige Entwicklungen einzelner oder mehrerer Klimaparameter, die auf der Basis von Szenarien mit Hilfe von Klimamodells berechnet werden.

Bemühungen zum Schutz des vorherrschenden globalen Klimas, d.h. zur Vermeidung des Klimawandels.

(auch Klimaanpassungsstrategien): Langfristig angelegte Konzepte, die zielorientiert spezifische Instrumente und durchzuführende Maßnahmen aufzeigen, um sich an potenzielle Klimaereignisse sowie Auswirkungen des Klimawandels anzupassen.

Langfristige Veränderung des Klimas, unabhängig davon, ob dies auf natürliche oder anthropogene Ursachen zurückzuführen ist.

Im Rahmen des Kyoto-Protokolls wird die Emission von folgenden Gasen geregelt >> Kohlendioxid CO2 >> Methan CH4 >> Distickstoffdioxid N2O >> teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe HFKW >> perfluorierte Kohlenwasserstoffe PFKW >> Schwefelhexafluorid SF6

Durch Treibhausgase wird die durchschnittliche Temperatur auf der Erdoberfläche angehoben. Man unterscheidet zwischen dem natürlichen Treibhauseffekt, der seit Beginn der Entwicklung der Erdatmosphäre stattfindet und das Leben auf der Erde ermöglicht und dem durch den Menschen herbeigeführten anthropogenen Treibhauseffekt.

Gase in der Atmosphäre, die die Wärmerückstrahlung von der Erdoberfläche in das All verhindern (bspw. Kohlenstoffdioxid, Methan oder Distickstoffoxid)

Freisetzung von Treibhausgasen oder deren Vorläufersubstanzen in die Atmosphäre über einem bestimmten Gebiet und in einem bestimmten Zeitraum.

(Conference of the Parties – COP) Höchstes Gremium der Klimarahmenkonvention von 1992, das laut Konvention einmal jährlich tagt. Nach dem Inkrafttreten der Klimarahmenkonvention 1994 fand die erste Vertragsstaatenkonferenz (COP 1) 1995 in Berlin statt. Es folgten 1996 Genf (COP 2), 1997 Kyoto (COP 3), 1998 Buenos Aires (COP 4), 1999 Bonn (COP 5), 2000 Den Haag (COP 6), im Juli 2001 Bonn (COP 6bis) als Fortsetzung der in Den Haag unterbrochenen Konferenz, im November 2001 Marrakesch (COP 7), 2002 Neu Delhi (COP 8), 2003 Mailand (COP 9), 2004 Buenos Aires (COP 10), 2005 Montreal (COP 11), 2006 Nairobi (COP 12) 2007 Bali (COP 13), 2008 Poznań/Posen (COP 14), 2009 Kopenhagen (COP 15).

Klimarahmenkonvention: Wurde auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro verabschiedet >> Bildet den Rahmen für die Klimaschutzverhandlungen, die als Vertragsstaatenkonferenzen (COP/ MOP) seit 2005 jährlich stattfinden mit dem Ziel bis Ende 2009 ein Nachfolgeabkommen für das Kyotoprotokoll vorzubereiten >> Sitz des UNFCCC-Sekretariats: Bonn

Die von der Europäischen Kommission veröffentlichten Weißbücher enthalten Vorschläge für ein gemeinschaftliches Vorgehen, jeweils in einem spezifischen Bereich. Sie knüpfen zum Teil an Grünbücher an, die einen Konsultationsprozess auf europäischer Ebene in Gang setzen.

Klimakonferenz (engl. United Nations Climate Change Conferenc, auch (Welt-)Klimagipfeloder Welt-Klimakonferenzgenannt), wichtiger Bestandteil der UN-Klimarahmenkonvention und und jährlich stattfindende Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP).

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über den Klimawandel) wurde 1988 vom Uno-Umweltprogramm (UNEP) und von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Zentrale Aufgabe des Weltklimarates ist es, «die wissenschaftliche, technische und sozioökonomische Information, die für das Verständnis der wissenschaftlichen Grundlage des Risikos einer vom Menschen gemachten Klimaänderung, deren möglicher Folgen und der Optionen für eine Anpassung und Milderung wichtig ist, auf einer umfassenden, objektiven, offenen und transparenten Basis zu beurteilen».

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC, Zwischenstaatliche Sachverständigengruppe über den Klimawandel) wurde 1988 vom Uno-Umweltprogramm (UNEP) und von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) gegründet. Zentrale Aufgabe des Weltklimarates ist es, «die wissenschaftliche, technische und sozioökonomische Information, die für das Verständnis der wissenschaftlichen Grundlage des Risikos einer vom Menschen gemachten Klimaänderung, deren möglicher Folgen und der Optionen für eine Anpassung und Milderung wichtig ist, auf einer umfassenden, objektiven, offenen und transparenten Basis zu beurteilen».

Der so genannte „Erdgipfel“ fand vom 3. - 14. Juni 1992 in Rio de Janeiro statt. Er gilt als Meilenstein für die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen und war seit der Konferenz der Vereinten Nationen über die Umwelt des Menschen in Stockholm im Jahre 1972 die erste größere internationale Konferenz, auf welcher Umweltfragen in globalem Rahmen diskutiert wurden.

Ziel der internationalen Klimapolitik, die globale Erwärmung auf weniger als zwei Grad gegenüber dem Niveau vor Beginn der Industrialisierung zu begrenzen.

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